Einweihung 
Heimatdenkmal  
1. Tafel 01.09.02

Einweihung Heimatdenkmal
2. Tafel 14.09.03

Fertigstellung
und Einweihung Heimatdenkmal
05.09.2004

Ansprachen 1.09.2002

 

 

Ansprache des 1. Vorsitzenden der SRK Schwabhausen 1920
Albert Winkler am 01.09.02, in der Pfarrkirche St. Michael Schwabhausen
anlässlich der Einweihung der neuen Gedenktafel am Heimatdenkmal

Sehr geehrter Herr Pfarrer Schumann,

sehr geehrter Kamerad und Vizepräsident des BSB Wolfgang  Körner,

sehr geehrter Kamerad und stellvertr. Kreisvorsitzender des BSB
Kreisverband Dachau Georg Hefele,

sehr geehrter Herr Karl Rotter von der Sudetendeutschen Landsmannschaft,

sehr geehrter Herr Franz- Josef Worofka vom Bund der Vertriebenen

sehr geehrter Herr Bürgermeister Mederer,

sehr geehrte Frau Lachner, 2. Bürgermeisterin und zugleich Presse,

sehr geehrte Damen und Herren der politischen Gemeinde Schwabhausen,
und der Vereinsabordnungen,

sehr verehrte Anwesende und Mitglieder unserer Pfarrgemeinde.

 

Wir alle sind heute, am. 1. September, genau 63 Jahre nach Ausbruch des 2. Weltkrieges zusammengekommen, um nicht nur die Einweihung der von der SRK gestifteten Gedenktafel zu erleben, sondern auch um ein Zeichen für unsere Heimatvertriebenen zu setzen, mit denen wir hier in Schwabhausen und in der Umgebung schon seit mehr als 5 Jahrzehnten gut und friedlich zusammenleben.
Ein Zeichen der Freundschaft, der Kameradschaft, der Völkerverständigung, des
Dankes und des Respekts.
Ein Zeichen der Erinnerung, der Bewahrung und der Zukunft.

Von den 16.558.000 deutscher Ostbevölkerung kamen in wenigen Monaten nach Kriegsende durch Flucht und Vertreibung insgesamt 11.730.000 in den Westen. 2.111.000 Menschen kamen dabei ums Leben, während 2.645.000 in ihrer alten Heimat blieben.

Hier einige Auszüge aus der Rede des damaligen Bundesratspräsidenten Roland Koch, 1999 anläßlich 50 Jahre Gründung BRD bei einer Vertriebenenveranstaltung im Berliner Dom:

„Die Heimatvertriebenen sind eine unschätzbare Bereicherung für unser Land. Ohne ihre Bereitschaft, Hass und Gewalt zu überwinden, und ohne Ihren vorbildlichen Einsatz wäre die Bundesrepublik Deutschland nicht das geworden, was sie heute ist. Ich denke, dass in Deutschland jetzt die Zeit gekommen ist, unsere Dankbarkeit und Verantwortung gegenüber den Vertriebenen auch durch ein nationales Denkmal der Heimatvertriebenen hier in Berlin zum Ausdruck zu bringen.

Trotz des Schmerzes über den Verlust der Heimat, trotz des Unrechts und der Verbitterung ging von diesen Menschen ein Signal der Hoffnung und ein Zeichen des Friedens und der Hoffnung aus. In der Charta der Vertriebenen verzichteten sie ausdrücklich auf Rache und Vergeltung.

Ich gehöre einer Generation an, (das gilt auch für mich) die Krieg, Not und Vertreibung aus eigener Erfahrung nicht mehr kennt. Trotzdem halte ich es für die Gestaltung der Zukunft unseres Landes für unverzichtbar, dass das Wissen auch um die dunklen Kapitel der Geschichte unseres Volkes weitergegeben wird - egal, ob anderen im deutschen Namen Leid zugefügt wurde oder ob Unrecht die Deutschen traf.

Nur wer alle Kapitel der Geschichte mit ihren Höhen und Tiefen kennt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten.

Der Friede - das ist die wichtigste Lehre aus der Geschichte - beginnt mit der unbedingten und absoluten Würde des einzelnen Menschen in allen Bereichen seines Lebens.

Deshalb möchte ich Sie ermutigen, auch die Erinnerung an das den deutschen Heimatvertriebenen zugefügte Unrecht wach zu halten - bei uns in Deutschland, aber auch in Europa und in der Welt.

Das hat nichts mit dem Aufrechnen von Schuld zu tun, sondern es ist eine moralische Verpflichtung gerade auch gegenüber den Nachwachsenden, damit ihnen und ihren Zeitgenossen die Schmerzen und das Leid der vorausgehenden Generation erspart bleiben.“
So weit Roland Koch, der damalige Bundesratspräsident.

Deshalb wollen wir, die SRK, mit der Gestaltung und Errichtung eines Heimatdenkmals hier im kirchlichen Friedhof in Schwabhausen mit dazu beitragen, dass dieses Unrecht der Vertreibung und alles, was dazu geführt hat, nicht vergessen wird.

Wir wollen damit auch eine Brücke bauen zur „Erlebnisgeneration“, der Kriegsgeneration zur Nachkriegsgeneration, das sind wir, und zu allen Generationen, die nach uns gekommen sind und noch kommen werden.

Ein Tag der Heimat soll auch bei uns zur Erinnerung und zur Bewahrung des ostdeutschen Kulturlebens eingeführt und regelmäßig einmal im Jahr würdig gefeiert werden.

Erst die Erinnerung, die uns zum Bewahren führt, versetzt uns in die Lage, die Zukunft zu gewinnen.

Heimat, was ist und was bedeutet Heimat?

rein formell: der Heimatort, dessen Bürgerrecht man besitzt, der Heimatstaat, dessen Staatsbürgerschaft man hat.

Nach dem persönlichen Denken und Fühlen ist Heimat mehr!

Heimat ist gleich, wo man daheim ist, wo man sich wohl fühlt, ein Ort der Geborgenheit.

Heimat bedeutet  1. den Raum, wo man daheim ist, 2. die persönlichen Beziehungen, Familie, Freunde, Bekannte und Verwandte, und 3. die Kulturgemeinschaft wie die Muttersprache, Religion, Sitten und Bräuche.

4.  Materielle Sicherheit, wo man Arbeit und Einkommen und soziale Sicherheit findet.

Herbert Grönemeyer hat gesagt: „Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl...“

Jeder von uns kennt vielleicht selbst sogar das Gefühl, wenn man mal länger von zuhause weg ist, das man Heimweh nennt.

Heimat ist ein Deutsches Wort, das sich in keiner oder besser kaum in einer anderen Sprache wirklich übersetzen lässt! Heimat ist was ganz Besonders und das wollen wir auch unseren jungen Generationen vermitteln.

Die Erhaltung und das Eintreten für die Heimat und die Liebe zur Heimat ist in meinen Augen auch der schönste und wirksamste Beitrag zum Frieden, den wir haben und den wir auch weiter wollen.

Nächstes Jahr werden wir den 2. Teil des Heimatdenkmals einweihen, wenn auf der 2. Tafel die Länder und Regionen verewigt sind, aus denen unsere Landsleute fliehen mussten und vertrieben worden sind. Sie alle, jeder der möchte, kann dazu beitragen. Durch eine Mitgliedschaft in unserer SRK oder durch Spenden, die ausschließlich für diesen Zweck verwendet werden. Dazu werden in beiden Schwabhauser Banken Spendenkonten eingerichtet. Die SRK will sich künftig viel mehr für das Gemeinwohl in unserer Gemeinde engagieren und dazu brauchen wir neue, vor allem auch junge Mitglieder, denn sonst schaffen wir es nicht und der Verein verliert außer dem auch seine eigene Zukunft.

Nun gilt es noch Dank zu sagen, an alle Männer und Frauen, die in den letzten Jahrzehnten das Heimatvertriebenengrab gerichtet und gepflegt haben.

Ein ganz besonderer Dank geht jedoch an Hans-Dieter Blimmel, der hier eine sehr schöne Steinmetzarbeit abgeliefert hat. Ein Vergelt’s Gott an Herrn Adolf Forstner, der die Grabeinfassung sehr perfekt repariert hat. An Peter Rau, der gestern noch mit geholfen hat und an meine Vorstandskameraden von der SRK, die diese schöne Geste der Verbundenheit einstimmig mit getragen haben. Herrn Pfarrer Schumann ein Vergelt’s Gott für die würdige Segnung und Ihnen allen, und den  Abordnungen und Ehrengästen ebenfalls danke für Ihr Kommen.
Für den Fall, dass der eingeplante Solotrompeter Bernhard Metz kommen wird, und mittlerweile weiß ich, dass er kommen wird, sage ich ihm im Voraus schon meinen Dank.
Freuen wir uns heute über diesen Tag und lassen wir ihn nicht zur Einmaligkeit verkommen, indem wir künftig jedes Jahr bei uns gemeinsam einen Tag der Heimat am 1. Sonntag im September begehen.

 

 

 

Albert Winkler, 1. Vors., bei seiner Ansprache in der Pfarrkirche St. Michael

 

 

 

 

 

Als nächster Redner ging Wolfgang Körner an den Ambo.

Körner ist der Bezirksvorsitzende von Oberbayern und zugleich
als Vizepräsident im Bayerischen Soldatenbund 1874 e.V. Präsidiumsmitglied.

Seine Rede wurde zum Skandal!

 

Verbandsschädigend oder nicht? 
 

Anmerkung:
Der vorliegende Text ist das Produkt von dem zum Teil nur sehr schwer zu begreifenden Gestammel und es ist der Original-Wortlaut seiner Rede. Diese kann jederzeit zum Beweis als CD zum Anhören mit allen Ansprachen der Ehrengäste vom 01.09.2002 zur Verfügung gestellt werden!
Inhalt und Kernaussage seiner Rede sollte sein, dass den BSB ebenfalls das Vertreibungsschicksal unseres Deutschen Volkes berührt, dass der BSB es mit angemessenen Zuschüssen unterstützt, wenn in einem Ort durch den ansässigen Soldatenverein eine Maßnahme so wie in Schwabhausen durchgeführt wird.
Evtl. sollte er der SRK Schwabhausen 1920 noch ein Lob dafür aussprechen.
Mehr sollte er nicht dazu sagen.
  

Noch ein wichtiger Hinweis:
Es sind keine Schreib- oder Tippfehler enthalten, was man beim Lesen dieser Rede zunächst glaubt,
das ist der tatsächliche Originalwortlaut! Unglaublich, aber wahr... Man glaubt es kaum!

Hier ist nun die aggressive Rede von W. Körner,
Vizepräsident und Bezirksvorsitzender Oberbayern im BSB 1874 e.V.,
während des Gottesdienstes, nach der Predigt!
Abgehört und als Diktat abgeschrieben vom vorhandenen Tondokument.
Dauer: 2:11 Min.

"Sehr geehrter Herr Hochwürden,
sehr geehrter Bürgermeister,
sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,
sie möchte recht herzlich durch die Landsmannschaft mit ihren Vertretern
und die Fahnenabordnung der Vereine!


Es ist wunderbar, das gibt es ganz selten, dass hier solche Gedenkfeier stattfinden.
Es werden immer weniger, dass solche Veranstaltungen stattfinden.
Wir wollen heute gedenken der Vertriebenen aus ihrer Heimat.
Ich werde nix verschönern, ich bin keiner, der verschönert alles, muss ich mal gleich sagen.
Ich bin als junger Mann mit 16 ein halb Jahren im Krieg gewesen, ich weiß, was Krieg heißt.
Ich will auch ja keinen Krieg mehr.
Wir wollen Euch, wir wollen alle gedenken - dieser Opfer.
Mißhandlungen der Revolionsgarden an den Deutschen.
Ein Tscheche schilderte einen Zwischenfall 1945, ein deutscher Soldat öffentlich mit Benzin übergossen wurde und angezündet wurde.
So was soll man nicht vergessen, es wird alles verherrlicht,
es wird immer gesagt, ja wir sind immer die Schuldigen, das möchte ich mal ganz von uns mir weisen.
Die Menschenmenge jaulte vor Freude. Es wurden Frauen und Kinder gemordet.
Dies wird alles nicht mehr angesprochen.
Man darf es nicht mehr sagen, man soll es nicht mehr sagen.
Ich kenn‘ diese Sachen, ich wurde zwei mal vor den Staatsanwalt gerufen, weil ich was gesagt habe, und es sagen sollte.
Aber ich sag die Wahrheit. Drum bin ich ein Christ und bin so aufgewachsen.
Ein große Massaker gab es dann am 31. Juli 1945, dort wurden viele deutsche Landsleute in den Deich getrieben und wer wieder rauskam, wurde erschossen oder erschlagen.
Ein solches Land kann nicht in die Gemeinschaft aufgenommen werden.
Solange das Benes-Dekret besteht, wenn auch unser Minister, der Verheugen sagt,
dies ist alles in Ordnung, so die Benes-Dekrete bestehen, dann sag‘ ich, hier stimmt was nicht mehr.
Traurig, wie sich unser Politiker verhalten und dass das Volk erniedrigt wird.
Lasst uns alle beten für den Frieden.
Wir Christen sollten zusammenstehen, dass nicht wieder Unrecht geschieht.
In Treue fest! Körner."

Der BSB kann stolz sein auf so einen Bezirksvorsitzenden und Vizepräsidenten!
Da so ein Verhalten von oberster Stelle des BSB toleriert wird,
lassen sich entsprechende Rückschlüsse ziehen. Pfui Teufel!

Übrigens: W. Körner ist Träger des Bundesverdienstkreuzes!
Wie man sieht, hat er es sich doch auch verdient, oder?

Lesen Sie dazu auch die Meldung  auf der Seite Brandaktuelles vom 12.06.2004

 

  

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